

Das Wichtigste in Kürze
Ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) zeigt Ihnen in klarer Reihenfolge, welche energetischen Maßnahmen an Ihrem Gebäude sinnvoll sind – und sichert Ihnen einen zusätzlichen Förderbonus von 5 %. Die BAFA übernimmt bis zu 50 % der Beratungskosten. Der Eigenanteil liegt für ein Einfamilienhaus je nach Beratungsumfang meist zwischen 850 und 1.550 Euro.
Der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP) ist ein vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) standardisiertes Beratungsinstrument. Ein zertifizierter Energieberater analysiert den energetischen Ist-Zustand Ihres Gebäudes und erstellt daraus eine Empfehlung, welche Sanierungsmaßnahmen in welcher Reihenfolge wirtschaftlich sinnvoll sind. Im Gegensatz zu einem einfachen Energieausweis berücksichtigt der iSFP auch technische Abhängigkeiten zwischen einzelnen Maßnahmen – etwa ob zuerst die Fassade gedämmt oder die Heizung getauscht werden sollte.
Der Sanierungsfahrplan gliedert sich in aufeinander abgestimmte Maßnahmenpakete, die Sie über einen Zeitraum von bis zu 15 Jahren umsetzen können. So vermeiden Sie Fehlinvestitionen und nutzen Fördermittel optimal aus. Das Ergebnis ist ein farbiges, leicht verständliches Dokument, das auch Laien sofort nachvollziehen können.

Der größte Vorteil ist die Planungssicherheit: Sie erhalten eine neutrale, fachlich fundierte Einschätzung, welche Maßnahmen den größten Effekt auf Energieverbrauch und Wohnkomfort haben. Statt wahllos in Einzelmaßnahmen zu investieren, arbeiten Sie eine durchdachte Sanierungsstrategie ab. Das spart langfristig Geld und vermeidet typische Sanierungsfehler wie eine zu früh eingebaute Heizung, die nach einer späteren Dämmung überdimensioniert ist.
Die Kosten für einen individuellen Sanierungsfahrplan liegen für ein Einfamilienhaus in der Regel zwischen 1.500 und 2.200 Euro brutto. Die BAFA übernimmt bis zu 50 % der Beratungskosten – maximal 650 Euro für Ein- und Zweifamilienhäuser und bis zu 850 Euro für Mehrfamilienhäuser ab drei Wohneinheiten. Sie gehen zunächst in Vorleistung und erhalten den Zuschuss nach Abschluss der Beratung zurück.
| Gebäudetyp | Typische Kosten (brutto) | BAFA-Zuschuss (max.) | Eigenanteil (ca.) |
|---|---|---|---|
| Einfamilienhaus | 1.500 – 2.200 € | bis 650 € | 850 – 1.550 € |
| Zweifamilienhaus | 1.600 – 2.400 € | bis 650 € | 950 – 1.750 € |
| Mehrfamilienhaus (ab 3 WE) | 2.000 – 3.500 € | bis 850 € | 1.150 – 2.650 € |
Tipp
Bei Rucker IB übernehmen wir die gesamte Fördermittelbeantragung für Sie – vom Antrag bis zur vollständigen Abwicklung. Sie gehen zunächst in Vorleistung und erhalten den BAFA-Zuschuss anschließend direkt zurück.
Einen individuellen Sanierungsfahrplan darf ausschließlich ein bei den Energieeffizienz-Experten des Bundes gelisteter Energieberater erstellen. Diese Datenbank wird vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle geführt und stellt sicher, dass der Berater über die nötige Qualifikation und Weiterbildung verfügt. Ohne diese Listung kann kein iSFP erstellt werden, der für den Förderbonus anerkannt wird.
Achten Sie bei der Auswahl darauf, dass der Berater Erfahrung mit Ihrem Gebäudetyp hat und die Fördermittelbeantragung direkt mit übernimmt. Bei Rucker IB ist Geschäftsführer Valentin Rucker als zertifizierter Energieberater bei den Energieeffizienz-Experten der Bundesregierung gelistet – die Beratung, der iSFP und die Förderanträge kommen aus einer Hand.
Die Erstellung eines iSFP folgt einem klar strukturierten Prozess, der in der Regel zwei bis sechs Wochen dauert. Sie müssen dabei keinen großen Aufwand betreiben – der Energieberater führt Sie durch jeden Schritt.
Kostenlose Erstberatung
Telefonisches oder persönliches Vorgespräch zu Ihren Zielen, dem Gebäudezustand und den Fördermöglichkeiten.
Vor-Ort-Begehung und Datenaufnahme
Der Energieberater untersucht Gebäudehülle, Heizung, Fenster und Dach. Vorhandene Bauunterlagen werden gesichtet.
Analyse und iSFP-Erstellung
Auf Basis der Daten berechnet der Berater den Ist-Zustand und erarbeitet Maßnahmenpakete mit Kosten-Nutzen-Prognosen.
Ergebnispräsentation und Übergabe
Sie erhalten den fertigen Sanierungsfahrplan mit farbiger Darstellung und einer persönlichen Erläuterung aller empfohlenen Schritte.
Wer Einzelmaßnahmen auf Basis eines iSFP umsetzt, erhält über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) einen Bonus von 5 Prozentpunkten auf den regulären Fördersatz. Der iSFP bringt dabei zwei Vorteile gleichzeitig: Er erhöht den Fördersatz und verdoppelt die förderfähigen Kosten von 30.000 auf 60.000 Euro pro Jahr.
Ein konkretes Beispiel: Sie sanieren Ihr Dach für 60.000 Euro. Ohne iSFP erhalten Sie 15 % auf maximal 30.000 Euro förderfähige Kosten – das sind 4.500 Euro Zuschuss. Mit iSFP steigt der Fördersatz auf 20 %, und die vollen 60.000 Euro sind förderfähig – das ergibt 12.000 Euro Zuschuss. Der Unterschied: 7.500 Euro mehr Förderung, allein durch den vorhandenen iSFP.
Der iSFP-Bonus gilt für alle förderfähigen Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle und Anlagentechnik, sofern die Maßnahme im Sanierungsfahrplan empfohlen wird. Wichtig: Der iSFP muss vor Beginn der Maßnahme vorliegen, nicht erst danach erstellt werden. Der Sanierungsfahrplan ist 15 Jahre gültig, Sie können die Maßnahmen also in Ihrem eigenen Tempo umsetzen und profitieren über den gesamten Zeitraum vom Bonus.

Was sind Sowieso-Kosten im iSFP?
Sowieso-Kosten sind Ausgaben, die auch ohne energetische Sanierung anfallen würden – etwa ein neuer Außenputz bei einer ohnehin fälligen Fassadenreparatur. Im iSFP werden diese Kosten herausgerechnet, sodass nur der energetisch bedingte Mehraufwand als förderfähig gilt.
Welche Nachteile hat ein individueller Sanierungsfahrplan?
Ein iSFP hat kaum echte Nachteile. Der Eigenanteil amortisiert sich durch den 5-%-Förderbonus und die verdoppelten förderfähigen Kosten in der Regel schon bei der ersten umgesetzten Maßnahme. Die Bearbeitungszeit von zwei bis sechs Wochen sollten Sie bei Ihrer Planung einkalkulieren.
Was ist der Unterschied zwischen iSFP und Energieausweis?
Ein Energieausweis dokumentiert den aktuellen Energieverbrauch oder -bedarf eines Gebäudes. Der iSFP geht deutlich weiter: Er enthält konkrete Maßnahmenempfehlungen in sinnvoller Reihenfolge, Kostenprognosen und sichert den 5-%-Förderbonus. Der Energieausweis ist ein Stichtags-Dokument, der iSFP ein Planungsinstrument.
Kann ich die Kosten für einen iSFP steuerlich absetzen?
Die steuerliche Behandlung der Beratungskosten ist individuell unterschiedlich und hängt von Ihrer persönlichen Situation ab. Klären Sie das am besten direkt mit Ihrem Steuerberater.
Wie lange ist ein iSFP gültig?
Ein individueller Sanierungsfahrplan ist 15 Jahre gültig. In diesem Zeitraum können Sie die empfohlenen Maßnahmen schrittweise umsetzen und bei jeder Einzelmaßnahme den 5%-Förderbonus nutzen. Eine Aktualisierung ist sinnvoll, wenn sich Förderbedingungen wesentlich ändern oder neue Maßnahmen hinzukommen.
Ein individueller Sanierungsfahrplan ist die wirtschaftlich klügste Entscheidung vor jeder energetischen Sanierung. Der Eigenanteil nach BAFA-Förderung liegt je nach Gebäudetyp zwischen 850 und über 1.500 Euro – amortisiert sich durch den 5%-Bonus und die verdoppelten förderfähigen Kosten aber oft schon bei der ersten umgesetzten Maßnahme. Der iSFP gibt Ihnen die Sicherheit, dass jeder investierte Euro am richtigen Platz sitzt und Sie keine Förderung verschenken.
Quellen: BAFA – Energieberatung für Wohngebäude, Gebäudeenergiegesetz (GEG)